warum stadtbäume sterben – und wie sie 100 jahre alt werden.
Das Schwammstadt-Prinzip nach dem Stockholmer Modell ist die empirisch belegte Infrastrukturlösung für klimaresiliente Städte. Wir liefern das Herzstück: das auf Pflanzenkohle basierende Stadtbaum-Feinsubstrat – entwickelt mit der Stadt Graz, bewiesen nach sechs Jahren am offenen Wurzelwerk.
kühlende bäume
Unsere Städte überhitzen. Beton und Asphalt speichern die sommerliche Hitze und machen den urbanen Raum zunehmend unerträglich. Die mit Abstand effizienteste natürliche Klimaanlage gegen diese Hitzeinseln ist und bleibt der großkronige Stadtbaum: Ein ausgewachsenes Exemplar verdunstet bis zu 400 Liter Wasser pro Tag und kann die Umgebungstemperatur spürbar um mehrere Grad senken.
das problem
Trotzdem sind viele Baumpflanzungen Fehlinvestitionen. In konventionellen, verdichteten Baumscheiben sterben Stadtbäume im Schnitt bereits nach 20 bis 30 Jahren – lange bevor sie eine klimawirksame Krone ausbilden können. Und selbst während ihres kurzen Lebens verursachen sie Folgekosten: Wurzeln auf der Suche nach Luft heben Pflaster und Asphalt an.
- Zu wenig Wurzelraum – verdichteter Untergrund unter Asphalt und Pflaster lässt dem Baum kaum Spielraum.
- Zu wenig Wasser & Sauerstoff – versiegelte Flächen leiten den Niederschlag direkt in den Kanal, statt ihn dem Baum verfügbar zu machen.
- Mechanische Schäden an der Oberfläche – Wurzeln, die nach oben drängen, heben Beläge und Bordsteine und ziehen teure Sanierungen nach sich.
Wir schaffen unterhalb voll belastbarer und versiegelter Flächen – Straßen, Gehwege, Parkplätze, Plätze – einen überbaubaren, gigantischen Wurzelraum. Lastabtragend durch ein Gesteinsskelett. Lebensfähig durch unser nährstoffbeladenes Feinsubstrat auf Basis zertifizierter Pflanzenkohle.
Pro Baum entstehen mindestens 30 m³ durchwurzelbarer Raum mit einem Speichervolumen von rund 5.000 Litern Wasser. Die Wurzeln wachsen tief und gerichtet in die Hohlräume des Steingerüsts. Die Infrastruktur an der Oberfläche bleibt unversehrt. Der Baum erreicht sein natürliches Alter von über 100 Jahren.
der aufbau im untergrund
- Lastabtragendes Gesteinsskelett. Großes Steingerüst – Korngröße 40/70 (trockene Einbauweise) oder 100/150 (nasse Einbauweise) – nimmt sämtliche Verkehrslasten sicher auf.
- Stadtbaum-Feinsubstrat in die Hohlräume. Bei der nassen Bauweise in 30 cm starken Lagen eingeschlämmt, bei der trockenen Bauweise mit den Steinen vorgemischt und in einem Arbeitsgang eingebaut.
- Begehbarer Kabel- und Wartungsschacht. Sämtliche Leitungen bleiben für Kontrolle und Wartung dauerhaft zugänglich.
- Oberflächen-Schachtsysteme. Fangen das Regenwasser von Straßen und Gehwegen ab, reinigen es über Filterkörper und leiten es kontrolliert in den Schwammstadtkörper.
- Schieber-/Klappensystem für den Winter. Sperrt den Zulauf bei Streusalz-Einsatz rechtzeitig und leitet chloridhaltiges Tauwasser direkt in den Kanal.
- Überlauf und Drainage. Halten die frostgefährdete oberflächennahe Zone trocken. Die Wurzeln bleiben tief im kühlen, frostfreien Untergrund.
