FAQs – Häufig gestellte Fragen an Sonnenerde

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Kultivierung in Living Soil (lebender Erde) ist vollorganischer Anbau in einem intakten Bodenökosystem ohne Einsatz von chemischen Zusätzen. Die Pflanze signalisiert hierbei über Wurzelausscheidungen der Mikrobiologie welche Nährstoffe und Spurenelemente sie gerade benötigt.

Im Boden lebende Pilze, Bakterien, Insekten und andere Mikroorganismen versorgen die Pflanze daraufhin mit Nährstoffen aus dem im Boden vorhandenen organischen Material (z.B. zersetzen Pilze mit der Zeit den in den Hornspänen vorgehaltenen Stickstoff). Dies passiert oft in Form von Symbiosen, indem sie von der Pflanze dafür den bei der Photosynthese erzeugten Zucker zur Verfügung gestellt bekommen. Eine hohe Biodiversität, wie Du sie in unserer Hanferde vorfindest, ist der wichtigste Baustein für einen erfolgreichen Anbau in Living Soil.

In unserer Hanferde ist (wie in allen unseren Erden) alles an nötigen Nährstoffen und Spurenelementen enthalten, was Deine Pflanze für den kompletten Lebenszyklus bis zur Ernte braucht. Durch die hohe Vielfalt an Pilzen, Bakterien und anderen Kleinstlebewesen wird Deiner Pflanze jederzeit die richtige Menge an Nährstoffen zur Verfügung gestellt. Alles, was Du tun musst, ist Deine Pflanze(n) mit Wasser zu versorgen. Auch eine zusätzliche Gabe von Calcium und/oder Magnesium, wie aktuell häufiger angefragt, ist nicht nötig, da in unserer Hanferde alle Mikro- und Makronährstoffe enthalten sind, die die Pflanze (unabhängig von der Lichtquelle) benötigt.

Um die Biodiversität in Deiner Hanferde noch zusätzlich zu erhöhen, kannst Du immer wieder Komposttees herstellen und gießen, da sich in diesen das mikrobielle Leben in kürzester Zeit vervielfacht.

Wenn Du Deine Hanferde dauerhaft verwenden willst, solltest Du das Bodenleben zwischen den Zyklen mit organischem Material (Bio Faser, Bio Kompost) und Mineralien in Form von Gesteinsmehl „füttern“. Alternativ kannst Du auch unseren Bodenaktivator verwenden, um Deine gebrauchte Hanferde für den nächsten Durchgang aufzufrischen. Siehe auch Wie bereite ich eure Hanferde wieder auf?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Deine Pflanzen mit Wasser zu versorgen und zu überprüfen, ob die Feuchtigkeit im Substrat passt.

Die bekannteste Art der Bewässerung ist sicherlich das klassische Gießen von oben mit der Gießkanne. Wichtig ist dabei, von Anfang an eine gewisse Regelmäßigkeit beizubehalten. Spätestens ab einigen (2-4 Tage, je nach Topfgröße) Tagen nach dem Umtopfen ins Endgefäß (link Umtopfen), solltest Du am besten täglich gießen.

Achte darauf, dass vor dem Umtopfen der Wurzelballen trocken und der Topf wirklich gut durchwurzelt ist.

Beim Umtopfen selbst (nachdem die Pflanze im Endtopf sitzt und die Oberfläche mit Mulch bedeckt ist) gießt Du (langsam, in kreisenden Bewegungen, nicht schwallartig) mit ca. 15% des Topfvolumens an und setzt dann zunächst zwei bis vier Tage mit der Bewässerung aus.

Danach beginnst Du mit dem täglichen Gießen (morgens, direkt nachdem das Licht anging) und steigerst dabei die Gießmenge von einigen hundert Millilitern täglich mit dem Pflanzenwachstum bis zur Hochphase der Blüte. Beachte auch, dass die Verdunstung in Stofftöpfen größer sein wird, als in Plastiktöpfen und ein eventuell laufender Luftentfeuchter diesen Effekt verstärkt.

Eine Mulch Schicht, z.B. aus unserer Bio Faser, hilft Dir dabei, das Gießwasser gleichmäßig im Topf zu verteilen, die Oberfläche vor Austrocknung zu schützen, die Verdunstung zu reduzieren und das Aufschwimmen der Perlite zu verhindern.

Beobachte in den ersten 30 min nach dem Gießvorgang die Untersetzer unter Deinen Töpfen. Sollte nach dieser Zeit Wasser in den Untersetzern stehen, solltest Du die Gießmenge reduzieren.

Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da die Wurzeln Deiner Pflanzen Sauerstoff brauchen, um wachsen zu können.

Je nachdem, für welche Topfgröße Du dich entschieden hast (siehe Welche Topfgröße sollte ich in Verbindung mit eurer Hanferde verwenden?), kommt auch ein automatisches Bewässerungssystem z.B. in Form von Tropfblumaten, Dochtbewässerung, Tropfschlauch, Dripper, Autopot-System, Eurobox-System oder ähnlichem in Betracht. Dieses bietet den Vorteil, dass die einmal voreingestellte Feuchtigkeit im Substrat über den gesamten Zyklus gehalten wird und Du keine Angst vor Übergießen oder Trockenstress haben musst.

Sowohl für Neueinsteiger als auch für erfahrene GärtnerInnen empfiehlt sich der Einsatz eines Tensiometers, um ein Gefühl für die Feuchtigkeit des Substrats zu bekommen und Fehler beim Gießen zu vermeiden. Auch ein automatisches Bewässerungssystem lässt sich mit Hilfe eines Tensiometers deutlich einfacher einstellen.

Es gibt sie in analogen und digitalen Versionen von diversen Herstellern und sie sind relativ einfach zu bedienen.

Prinzipiell gilt beim Anbau in Living Soil: Je größer der Topf, desto besser. Je mehr Substrat zur Verfügung steht, desto mehr organische Masse und Bodenleben, welches Deine Pflanze mit Nährstoffen versorgen kann.

Optimal wären > 20 L Erde pro Pflanze, das Minimum sollten 15 L sein. Gerade, wenn Du lange Vegetationszeiten und exzessive LST/HST-Aktionen geplant hast, solltest Du den Topf möglichst groß auswählen. Für eine Kultivierung ohne den Boden umzugraben und hierdurch das Bodenleben nicht zu stören (no-till-Verfahren) empfehlen wir ein Volumen von >50l.

Alternativ zu Töpfen kannst Du auch ein Hochbeet (raised bed) benutzen und darin mehrere Pflanzen halten. Für diese Option sind eine automatische Bewässerung und eine Überwachung der Feuchtigkeit mit Tensiometer unbedingt zu empfehlen.

Natürlich kannst Du unsere Hanferde auch in kleineren Töpfen benutzen. Du solltest dabei nur bedenken, dass kleinere Töpfe im Umkehrschluss weniger Wurzeln, weniger organisches Material und weniger Bodenleben bedeuten und Du daher nicht die gleichen Resultate erwarten kannst, wie in großen Pflanzgefäßen.

Es empfiehlt sich, die Samen in kleinen Anzuchttöpfen (bis ca. 0,5L) in dafür vorgesehener Bio Anzuchterde anzuziehen. Dafür gibst Du den Samen in ein Loch in der Erde, welches nicht viel größer sein sollte, als der Samen selbst, bedeckst ihn mit der Bio Anzuchterde und hältst das Substrat feucht, aber nicht klatschnass und warm bei ca 25-26° Celsius. (Natürlich kannst Du Deine Samen auch in Küchenrolle/Taschentuch/ungebleichtem Kaffeefilter o.ä. keimen lassen und dann in die Bio Anzuchterde setzen, wenn Du mit Deiner Methode bisher erfolgreich warst.)

Nach der Keimung dauert es bis zu zwei Wochen (je nach Größe des Topfs), bis das Anzuchtgefäß durchwurzelt ist. Wenn das der Fall ist, kannst Du die Jungpflanze in das dafür vorgesehene Endgefäß einsetzen. Ein häufigeres Umtopfen ist nicht nötig und birgt zusätzlich das Risiko, dass die Pflanze dabei Schaden nimmt.

Bewurzelte Stecklinge, egal ob Eazy Plug oder Bio Anzuchterde, sollten direkt in den Endtopf mit z.B. unsere Hanferde gepflanzt werden.

Eine Ausnahme beim Thema Umtopfen bilden hier oft die sog. Autoflower Sorten. Dabei handelt es sich um Cannabissorten mit einem Anteil an ruderalis Genetik, was dazu führt, dass diese Pflanzen nicht fotoperiodisch sind (Blütenbildung bei 12h Tageslicht), sondern automatisch nach einer bestimmten Zeit ab Keimung beginnen zu blühen. Diese Pflanzen reagieren oft empfindlich auf Umtopfen und sollten daher direkt in das jeweilige Endgefäß gesät werden. Dafür kannst Du in die Mitte des Topfes etwas Bio Anzuchterde geben und den Samen darin platzieren.

Solltest Du Deine Autoflowerpflanzen trotzdem umtopfen wollen, empfiehlt es sich erfahrungsgemäß, dass innerhalb der ersten 14 Tage ab Keimung durchzuführen.

Gerade im Indooranbau mit begrenztem Platz (wie oft im Growzelt) wirst Du aus verschiedenen Gründen nicht um einige gärtnerische Eingriffe herumkommen. Ein Grund ist die steigende Raumluftfeuchtigkeit. Während Du in dem Sämling/Stecklings und Vegetationsphase eine relativ hohe RLF bevorzugst (60%+) steigt später mit Fortschreiten der Blütephase die Gefahr der Schimmelbildung. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Biomasse unweigerlich die RLF. Wenn Du also merkst, dass Du Deine RLF nicht mehr unter Kontrolle bekommst und Dein Zelt aussieht wie ein Dschungel, solltest Du einige Fächerblätter und schwache oder sich gegenseitig behindernde Triebe entfernen. Das sollte die RLF definitiv um einige Prozentpunkte nach unten bringen.

Ein weiterer Grund, Blätter/Triebe zu entfernen, ist eine gleichmäßige Lichtverteilung über alle Triebe. Dein Ziel ist ein möglichst ebenes und geschlossenes Blätterdach (canopy) aus dem ähnlich große Triebe/Blütenstände wachsen. Daher solltest Du zwischendurch immer wieder welke Fächerblätter oder solche, die darunter liegende Triebe beschatten entfernen. Genauso solltest Du Triebe entfernen, bei denen schnell klar wird, dass sie deutlich hinter den anderen zurückbleiben, damit Deine Pflanze die Energie in die großen Blüten steckt und Du weniger „Popcorn“ erntest. Es gibt noch weitere, kultivierungstechnische Gründe, aus denen Du Blätter und/oder Triebe entfernen kannst, aber dazu gibt es eine extra Frage (Was ist LST/HST).

Die entfernten Triebe und Blätter kannst Du anschließend einfach als Mulch verwenden und die darin gebundenen Nährstoffe werden nach und nach wieder der Hanferde zugeführt.

Eine (1-3 cm dicke) Mulchschicht ist aus verschiedenen Gründen absolut empfehlenswert. Zum einen schützt sie Deine Erde davor, zu schnell auszutrocknen, indem sie verhindert, dass das Wasser einfach verdunstet. Zum anderen liefert das Mulchmaterial Nährstoffe für das mikrobielle Leben in Deiner Erde. Unsere Bio Faser zum Beispiel besteht hauptsächlich aus stabilem Stroh aus getrocknetem Bio-Rindermist und ist der perfekte Dauerstickstofflieferant für große Töpfe oder raised beds.

Außerdem kannst Du alle anfallenden „Pflanzenabfälle“ in Deine Mulchschicht einarbeiten. Die Nutzung von sog. „cover crops“, also bodendeckenden Kulturen wird auf Living Soil auch praktiziert und gleichzeitig (vor allem im Indoor Bereich) heiß diskutiert. Vorteile der Ansaat einer Covercrop wie z.B. Klee: Der Boden ist auf natürliche Art bedeckt und die welken Bodendecker werden wieder Teil der Living Soil. Manche Bodendecker wie z.B. die meisten Kleearten sind sog. Leguminosen und können Stickstoff aus der Luft binden (allerdings nur bis sie blühen) und im Boden zur Verfügung stellen und das Beet ist immer schön grün.

Es gibt allerdings auch Nachteile, die man nicht außer Acht lassen darf. Zum einen solltest Du nicht zu viele verschiedene oder zu pflegeintensive Pflanzen benutzen. Schließlich soll die covercrop nicht mehr Arbeit machen, als die eigentliche Hauptcrop. Zum anderen kann es passieren (je nachdem wo Du wohnst mehr oder weniger ein Problem), dass die Covercrop Schädlinge oder Krankheiten „anzieht“ oder einschleppt.

Es ist absolut empfehlenswert und gewünscht, unsere Hanferde wieder zu verwenden. Das einzige, was Du dafür tun musst ist, dem Bodenleben zwischen den Zyklen zusätzlich Nährstoffe und Mineralien zur Verfügung zu stellen.

Du kannst dafür die groben Wurzeln aus dem vorhergehenden Zyklus entfernen (sog. „till“ -Anbau vom englischen till = pflügen) und Deine Hanferde anschließend mit 10 vol% von unserem Bodenaktivator durchmischen. Dieser enthält bereits aktivierte Pflanzenkohle, Gesteinsmehl und die richtige Mikrobiologie. Also in der Praxis auf 10 Liter verbrauchte Hanferde 1 Liter Bodenaktivator untermischen. Es empfiehlt sich aus Gründen des handlings dafür den Topf nach der Ernte einige Tage austrocknen zu lassen.

Alternativ kann man Bio Kompost, Urgesteinsmehl, Stickstoffquellen wie z.B. Hornspäne oder Hühnermistpellets oder sonstige organische Feststoffdünger einmischen. Eine Gabe von z.B. 5g/l Hornspäne sollte ausreichen um den Stickstoffbedarf der Pflanze für den nächsten Zyklus zu decken. Die Wurzeln kannst Du in Deinen Kompost geben, wenn Du einen betreibst oder auch zerkleinert wieder ins Substrat mischen.

Du kannst aber auch die Wurzeln im Boden belassen und sie so direkt der Umsetzung durch das mikrobielle Leben überlassen („no till – Anbau). Dafür arbeitest Du organisches Material und Mineralien lediglich oberflächlich ein und lässt Mulch/Covercrop den Rest erledigen. Diese Methode empfiehlt sich besonders für sehr große Töpfe oder raised beds.

Es gibt von Gerald auch eine allgemeine Anleitung zur Auffrischung von Topferden in Videoform.

Die Lichtintensität, die Deine Pflanze benötigt, verändert sich mit dem jeweiligen Wachstumsstadium.

Grundsätzlich benötigen Sämlinge, Stecklinge und auch Mutterpflanzen eine niedrigere Intensität, während der Lichtbedarf im Lauf der Vegetationsphase steigt und in der Blütephase schließlich am höchsten ist. In Zahlen (Mikromol pro Quadratmeter und Sekunde) ausgedrückt und falls Du ein PAR-Meter besitzt kannst Du etwa folgende Richtwerte annehmen:

  • Stecklinge: ca. 200
  • Sämlinge: ca. 300
  • Mutterpflanzen: bis 600
  • Vegetative Phase: bis 600
  • Blütephase: bis 1.000

Falls Du so ein Gerät nicht besitzt, solltest Du Dich an die Vorgaben des Lampenherstellers halten, diese machen oft Angaben zum richtigen Abstand ihrer Lampen. Zu wenig Licht wird die Pflanzen spargeln/stretchen lassen und den Ertrag spürbar mindern, während zu viel Licht u.a. für „verbrannte“ Blätter sorgen kann, was letztendlich die Photosynthese und die Nährstoffaufnahme hemmt.

LST (Low stress training) und HST (High stress training) sind Möglichkeiten, wie Du Deine Pflanzen im Wuchs „erziehen“ kannst, d.h. ein von Dir gewünschtes Wuchsbild erzwingen kannst, um beispielsweise Deinen Ertrag zu erhöhen oder Deine Anbaufläche möglichst vollständig auszunutzen. Ziel ist es im Endeffekt fast immer, die apikale Dominanz Deiner Pflanze (die Ausbildung eines starken Haupttriebes) zu durchbrechen. Unsere Hanferde ist grundsätzlich für jede Art des „Trainings“ geeignet. Beachten musst Du nur, dass Du je nach Intensität des Trainings auch eine entsprechend längere Vegetationsphase einplanen solltest und an diese auch die Topfgröße nach oben hin anpassen musst.

LST

Wie der Name schon sagt, setzen diese Techniken Deine Pflanze nur mäßigem Stress aus und die Gefahr heftiger Reaktionen ist geringer, als bei der Anwendung von HST. Du kannst einzelne Triebe nach unten biegen und befestigen (Clips, Hohlschnur, Erdhaken), Triebe waagrecht einfädeln in ein über den Pflanzen gespanntem Netz (screen of green) oder einen Sommersturm imitieren, indem Du Triebe im oberen Drittel mit Daumen und Zeigefinger quetscht und anschließend um 90° nach unten biegst (Supercropping).

HST

Auch hier verrät Dir der Name schon etwas das Programm. Beim High stress training wird Deine Pflanze gezielt hohem Stress ausgesetzt, wobei die Ziele die gleichen sind, wie beim LST. Die gängigsten HST sind wohl Topping und Fimming. Beim Topping entfernst Du gezielt und sauber einen Haupttrieb, unterbrichst die apikale Dominanz und förderst die beiden nächsten Triebe im Wachstum.  Fimming entstand quasi als Unfall beim Topping. Die neuen Triebe werden nicht sauber entfernt, sondern mehr oder weniger „unsauber“ halbiert. Daraus entstehen mehrere (oft bis zu 6) neue Triebe. Allerdings ist das Fimming weniger kontrollierbar bei der Durchführung und die Anzahl an neuen Trieben ist nicht vorher klar.

In der Endstufe kannst Du beide Techniken kombinieren. Dafür solltest Du aber Deine Genetik kennen und möglichst alle anderen Parameter sollten nah am Optimum sein.

Ja. Mit der Endphase der Blüte ist für Deine Pflanze der Herbst angebrochen.  Sie nimmt keine/kaum noch Nährstoffe (v.a. Stickstoff) aus dem Boden auf und zieht die noch zur Abreifung der Blüten benötigten Nährstoffe vor allem aus den Blättern. Je nach Strain kann Dein Laub gegen Ende der Blüte richtig bunt werden.

Nein.

Es ist ein weit verbreitetes Gerücht, Deine Pflanzen würden mehr Trichome bilden oder sonst irgendwie davon profitieren, wenn Du sie 24/48h vor der Ernte völlig dunkel stehen lässt. Letztendlich ist es sogar kontraproduktiv das zu tun. Der Anteil an Cannabinoiden und Terpenen in der Cannabispflanze ist in der Mitte des Tages am höchsten und sinkt mit zunehmender Dauer der Dunkelheit. Wenn Du also den höchsten Cannabinoid Gehalt und die meisten Terpene bei der Ernte in Deiner Blüte haben willst, solltest Du sie während der Lichtphase ernten.

Wie all unsere Erden ist ist unsere Hanferde eine sogenannte Fertigerde und für den direkten Einsatz konzipiert. Eine Aktivierung im Sinne von Aufladen mit Nährstoffen und Mikrobiologie, sowie im Sinne einer Reifung, findet während der Kompostierung bei uns vor Ort statt. Die Pflanzen können also direkt in unsere Hanferde eingepflanzt.

Die Grundlage all unserer Spezialerden ist unser in einem Heißrotteprozess entstandener Bio Kompost. Bei diesem Prozess werden mehrere Tage Temperaturen von 60°C und mehr erreicht, wodurch ein Überleben von Mykorrhizapilzen nahezu ausgeschlossen ist.

Im Gegensatz dazu finden sich in unserer Hanferde eine Vielzahl an zersetzenden Pilzen und Mikroorganismen. Eine Gabe von Mykorrhiza in den Endtopf und/oder als Zugabe in die Anzuchterde sind durchaus empfehlenswert, aber nicht notwendig.

Im Falle eines dauerhaften Einsatzes im Beet/Hochbeet ist außerdem davon auszugehen, dass im Laufe der Zeit eine natürliche Besiedelung mit Mykorrhiza aus der Umgebung stattfinden wird.

Ein Aufschwimmen der Perlite kann ganz einfach verhindert werden, in dem man vor dem initialen Angießen eine organische Mulchschicht (z.B. unsere Bio Faser) aufbringt.

Perlite ist ein aufgeschäumtes Mineral - also ein reines Naturprodukt, dass durch hohe Hitze wie ein Popkorn “aufpoppt” und dadurch die Oberfläche extrem vergrößert.

Perlite bringt sehr viel Luft in das Substrat, macht es leichter und vergrößert der Spielraum beim Gießen. Man kann also durchaus auch einmal zu viel gießen, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Erde absäuft.

Der beste Zeitpunkt zum Sanden ist im Frühjahr oder Herbst, wenn der Rasen aktiv wächst. Nach dem Mähen und Vertikutieren wird das Material dünn aufgetragen und leicht eingearbeitet. Unsere Sanierungserde eignet sich ideal, da sie neben Sand auch wertvolle organische Bestandteile enthält.

Wir von Sonnenerde verkaufen keine Samen oder Pflanzen. Diese kannst du in ausgewählten Shops kaufen oder bestellen. Bei Sonnenerde gibt es aber jedes Jahr am 1. Mai den Tag der offenen Tür ab 12:00 Mittag. Hier ist auch ein Pflanzenraritäten Markt aufgebaut, wo man viele alte Sorten von den einzelnen Ausstellern kaufen kann. Das gibt es aber ausschließlich am 1. Mai direkt am Betriebsgelände von Sonnenerde von 12:00 - 18:00.

Tolle Bio Samen bekommt man bei Deaflora, oder auch bei Arche Noah Saatgut (Schiltern). Auch auf diversen Pflanzenmärkten wird man immer mal fündig! 

Erste Anzeichen einer beginnenden Überwässerung sind hängende/schlaffe Blätter. Mit der Zeit wird die Pflanze insgesamt heller und verringert das Wachstum, was oft als Nährstoffmangel in der Erde fehlinterpretiert wird. Es kann dann zu braunen, nekrotischen Flecken auf den Blättern kommen, da die Nährstoffaufnahme nun nachhaltig gestört ist. Bei dauerhafter Überwässerung/Staunässe beginnt die Erde muffig zu riechen und es kann zu Wurzelfäule kommen.

Um einer Überwässerung oder Staunässe vorzubeugen empfiehlt es sich, gerade zu Beginn, ein Tensiometer zu nutzen. Grundsätzlich gilt beim Gießen die Devise “weniger ist mehr”. Achte auf entstehenden Drain im Untersetzer und reduziere in diesem Fall beim nächsten Gießen die Gießmenge. Je nach Setup können automatische Bewässerungssystem zum Einsatz kommen. Siehe auch Wie bewässere ich meine Pflanzen in eurer Hanferde?

Unsere Hanferde wird schon in verschiedenen CSCs erfolgreich in Töpfen eingesetzt und z.B. mit unserem Bodenaktivator rezykliert. Hier bewährt sich die von uns empfohlene Mindesttopfgröße von 15l. Wobei die meisten Clubs aktuell auf 20l Töpfe setzen, siehe auch Welche Topfgröße sollte ich in Verbindung mit eurer Hanferde verwenden?

Für den Anbau im raised bed wird bereits auch auf unsere Schwarzerde zurückgegriffen. Dies kann optional kombiniert mit unserer Hanferde in bottemless pots geschehen.

In beiden Fällen ist die Verwendung einer organischen Mulchschicht, z.B. unserer Bio Faser, unerlässlich. Siehe auch Warum sollte ich jede Erde mulchen?

Die Pflanzenkohle sorgt für den Terra Preta Effekt. Sie ist Lebensraum für Mikrobiologie und Speicher für Wasser und Nährstoffe. Sie nimmt Nährstoffe und Wasser wie ein Schwamm auf und gibt diese bei Bedarf wieder frei, wie ein geöffneter Kühlschrank, an dem sich die Pflanzen bedienen können. Eine Überdüngung beim Auffrischen der Erde ist durch die Pufferwirkung der Pflanzenkohle fast ausgeschlossen. Unsere Pflanzenkohle ist in folgenden Sonnenerde Produkten enthalten: Schwarzerde, Schwarzerde Konzentrat, Hanferde, Bodenaktivator, Kompostaktivator, Stadtbaum Feinsubstrat, Stadtbaum Konzentrat.

Zum einen wurde die Hanferde speziell bezüglich Nährstoffgehalt und Struktur für den Anbau von Cannabis konzipiert und zum anderen hat sie durch Zugabe von Pflanzenkohle den so genannten Terra Preta Effekt. Es handelt sich, wenn man so will, um eine Terra Preta für den Topf. Siehe auch Welchen Effekt hat Pflanzenkohle in Sonnenerde Produkten? Da unsere Bio Blumenerde und Bio Tomaten- und Gemüseerde sehr nährstoffreich sind, werden sie vermutlich für einen Pflanzenzyklus ausreichen. Allerdings sind sie aufgrund der fehlenden Pflanzenkohle und anderen Strukturmaterialien weniger gut für den dauerhaften Einsatz geeignet.

Unsere Schwarzerde wurde nach dem Vorbild der originalen Terra Preta in langjährigen Versuchsreihen in Zusammenarbeit mit vielen anerkannten Institutionen und Wissenschaftlern entwickelt. Die Ursache für die dauerhafte Fruchtbarkeit, bei richtigem Einsatz (siehe auch Wie wende ich eure Schwarzerde richtig an?), liegt in der speziellen Zusammensetzung der Erde und der extrem breit aufgestellten Mikrobiologie. Diese Kombination erzeugt ein verlustfreies Bodensystem welches in Kombination mit einer dauerhaften organischen Mulchschicht (z.B. unserer Bio Faser) mit den Jahren noch fruchtbarer wird.

Unsere Schwarzerde kann sowohl im Freilandbeet als auch im Hochbeet eingesetzt werden. Für eine dauerhafte Fruchtbarkeit für alle Kulturen empfehlen wir eine Schichtstärke von 20-30cm in Verbindung mit einer dauerhaften Mulchschicht. Als Mulch kann nahezu jedes organische Material, z.B. Rasenschnitt, Hackschnitzel oder unsere Bio Faser verwendet werden.

Bei einer Anwendung im Hochbeet kann der untere Teil mit bereits vorhandener Erde oder unserer Bio Hochbeeterde aufgefüllt werden. Eine Schichtung wie man sie aus der Hügelkultur kennt ist hier nicht empfehlenswert, da sonst einfach nur regelmässig mehr Schwarzerde nachgefüllt werden muss. Grundsätzlich gilt das Bodenökosystem möglichst wenig durch umgraben zu stören (no till).

Naturbelassene Böden sind immer bedeckt, ob von totem organischen Material oder Pflanzen. Nach diesem Vorbild entstand die Idee zu unserer Bio Faser. Die Bio Faser besteht aus getrockneten Gärresten einer Biogasanlage in welcher ausschließlich Rindermist aus Bio Landwirdschaft verarbeitet wird. Das Material weist noch einen recht hohen Stickstoffgehalt auf, welcher zusammen mit anderen noch enthaltenen Nährstoffen mit der Zeit von der Mikrobiologie pflanzenverfügbar gemacht wird. Davon abgesehen speichert sie Wasser, schützt die obere Bodenschicht und die darin lebende Mikrobiologie vor UV-Strahlung und dem Austrocknen und verteilt das Gießwasser gleichmäßig im Boden. Dies gilt sowohl für den Anbau im Freiland, als auch für die Indoor Kultivierung unter Kunstlicht mit z.B. unserer Hanferde. Living Soil sollte immer gemulcht sein.

Regelmässiges Mulchen mit unserer Bio Faser ermöglicht in Kombination mit unserer Schwarzerde ab einer bestimmten Schichtstärke und einer No-Til Anwendung, dass die Erträge im jeweiligen Beet von Jahr zu Jahr steigen und jegliches zusätzliches Düngen wegfällt.

Wenn Du einen kompletten Freiluft Zyklus nur mit Wasser mit unserer Hanferde planst und kein Beet oder Hochbeet (in dem Du auch die Schwarzerde einsetzen kannst) zur Verfügung hast, ist die Wahl der richtigen Topfgröße eines der wichtigsten Kriterien für eine erfolgreiche Ernte. Grundsätzlich gilt im Outdoor Anbau (noch mehr als indoor) die Devise: Je größer, desto besser.  Dabei hängt die exakte Wahl der Topfgröße zum einen stark davon ab, ob Du photoperiodische oder automatisch blühende Pflanzen kultivieren willst. Automatisch blühende Pflanzen können durchaus schon in recht kleinen Töpfen um die 15 Liter ohne Dünger ordentliche Erträge einbringen (wobei sich auch hier gezeigt hat, dass die zu erwartende Pflanzengröße und somit Erntemenge mit der Topfgröße steigt, auch weil die Blüte in größeren Töpfen deutlich später eingeleitet wird), während photoperiodische Pflanzen, je nach Vegetationsdauer ein Mehrfaches dieses Topfvolumens benötigen, um bis zum Herbst mit Nährstoffen versorgt zu sein. Das führt zum zweiten wichtigen Faktor und das ist der Startzeitpunkt, gerade bei photoperiodischen Pflanzen. Wenn Du bereits im Frühjahr, möglicherweise schon indoor, mit der Vorzucht beginnst, bedeutet das eine Vegetationsphase, die sich über mehrere Monate erstreckt. Photoperiodische Pflanzen beginnen erst kurz vor der natürlichen Tag-Nacht-Gleiche (sog. Äquinoktium, also der Umstellung auf „12/12 Beleuchtung“ durch die Sonne im September), meist Mitte August die Blüte einzuleiten. Danach dauert es je nach Sorte noch oft bis in den späten Oktober, bis die Pflanzen reif sind. Das bedeutet, je früher Du startest und je länger Deine Sorte benötigt, um reif zu werden, desto größer solltest Du den Topf auswählen. Unerlässlich ist in jedem Fall indoor wie outdoor eine organische Mulchschicht, z.B. aus unserer Bio Faser. So schützt Du die Erde vor der UV-Strahlung und sie erleichtert Dir das gießen. (Siehe: Warum sollte ich jede Erde mulchen).

Unsere Bio Anzuchterde wurde unter anderem für die Anwendung in einer Ballenpresse optimiert. Durch die spezielle Zusammensetzung sind stabile Ballen bei gleichzeitig lockerer Struktur gewährleistet.

Die Bio Anzuchterde ist grundsätzlich für fast alle Arten von Gemüse-, Blumen- und Kräutersaatgut geeignet, mit einigen wenigen Ausnahmen. Für sehr feines Saatgut, wie z.B. Begonien oder Lobelien könnte die Struktur etwas zu grob sein. Lichtkeimer wie z.B. Basilikum, Salate oder Mohn müssen oberflächlich gesät werden und dürfen nicht mit der Bio Anzuchterde bedeckt werden.

Unser Bodenaktivator ist nicht wie ein Substrat zu verstehen, sondern eher wie ein Living Soil Dünger. Es gibt dafür verschiedene Anwendungsbereiche. Zum einen kannst du den Bodenaktivator anwenden, um gebrauchte Topferden aufzufrischen/rezyklieren (siehe auch Wie bereite ich eure Hanferde wieder auf?) und zum anderen, um Freilanderden mit Pflanzenkohle, Mikrobiologie und Nährstoffen aufzuwerten. Von der Oberfläche des Bodenaktivators ausgehend startet der Humusaufbau in der Erde. Bei mehrjähriger Anwendung im Freiland entsteht aus dem eigenen Boden Terra Preta.

Holzstücke sind ein natürlicher Bestandteil unserer Komposte und stellen keinen Qualitätsmangel dar. Alle unsere Produkte werden im Zuge der Aufbereitung mit einem Trommelsieb gesiebt. Dabei wird eine definierte Maschenweite eingesetzt, um gröbere Bestandteile auszuscheiden. Einzelne Holzstücke können dennoch im Produkt verbleiben, wenn ihr Durchmesser geringer ist, als die jeweilige Siebmaschenweite. Dies ist technisch bedingt und gleichzeitig Ausdruck einer bewusst schonenden, naturnahen Verarbeitung.

Wir sind der klaren Überzeugung, dass Kunststoffe nichts in der Natur und damit auch in unseren Erden zu suchen haben. Daher investieren wir viel Zeit, Geld und Energie, um unsere Produkte frei von Störstoffen zu halten. Wir bedauern es sehr, wenn sich trotz unserer Bemühungen sehr vereinzelt Kunststoffteile in unsere Produkten verirren.

Diesbezüglich wollen wir Dir einen kurzen Einblick in einen Teil unserer Maßnahmen zur Qualitätssicherung geben:

Auswahl der Rohstoffe: Für die Herstellung unserer Komposte verwenden wir ausschließlich regionalen Baum- und Strauchschnitt sowie kontrollierte Schlämme (z.B. aus der Marmeladenproduktion und Milchverarbeitung). Auf die Verwertung von Biotonnen-Inhalten verzichten wir ganz bewusst, da darin Unmengen an Verpackungsmaterialien, Plastiksäcken und anderen Störstoffen vorzufinden sind.

Kontrolle bei der Anlieferung: Leider ist es ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass oft achtlos Abfälle in die Natur geworfen werden. Daher ist auch der Baum- und Strauchschnitt teilweise mit Plastik verunreinigt. Die angelieferten Rohstoffe werden stets von unseren Mitarbeitern auf Störstoffe geprüft. Augenscheinliche Verunreinigungen wie Plastik-Blumentöpfe oder Ähnliches werden vor der Verarbeitung händisch aussortiert. Bei starken Verunreinigungen wird die Annahme konsequent verweigert.

Technische Aufbereitung: Trotz der sorgfältigen Rohstoffauswahl und -kontrolle können wir nicht gänzlich vorbeugen, dass vereinzelt Plastikstücke in die Rohstoffmischung für unseren Kompost gelangen. Um diese Anteile vor der Verarbeitung zum Produkt abzuscheiden, wird der fertige Kompost mit einer definierten Maschenweite gesiebt.

Externe Qualitätskontrollen: Unsere Komposte werden mehrmals im Jahr von externen, unabhängigen Prüfstellen kontrolliert. Ein zentraler Bestandteil dieser Überprüfungen ist die Beprobung und Laboruntersuchung der Komposte. Die Untersuchungsergebnisse werden auf unserer Homepage veröffentlicht, um größtmögliche Transparenz zu gewährleisten. In der Analyse werden die Komposte auch auf Störstoffe untersucht (Siehe „Tabelle 3: Untersuchungsergebnisse Ballaststoffe“). Die einwandfreie Qualität gemäß der österreichischen Kompostverodnung wird in Kapitel „4. Kompostbeurteilung“ durch die Einstufung in Qualitätsklasse A+ (Bio Kompost) bzw. Qualitätsklasse A (konventioneller Kompost) bescheinigt. Gerade Kunststoffe sind aufgrund der Materialeigenschaften äußerst schwer abzuscheiden (z.B. geringes Gewicht, geringe Stabilität gegen mechanische Belastungen, nicht magnetisch…). Eine noch intensivere technische Aufbereitung unserer Komposte zur Abscheidung der letzten, sehr vereinzelten Kunstoffteilchen (gemäß Kompostprüfbefunden < 0,2 %) steht keinesfalls in der richtigen Relation zu den damit verbundenen Umweltauswirkungen (z.B. CO2-Emissionen durch den zusätzlichen Energieeinsatz). Als ganzheitlich umweltbewusstes Unternehmen könnten wir dies nicht verantworten. Grundsätzlich ist uns bisher auch kein Verfahren bekannt, welches eine hundertprozentige Abtrennung von Kunststoffen ermöglicht. Wir bitten daher darum, eventuell vorgefundene Kunststoffteile händisch zu entfernen. Sehr gerne laden wir auch dazu ein, unseren Betrieb einmal persönlich zu besuchen, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Einmal pro Jahr (am 1.Mai) gibt es im Rahmen unseres Tages der offenen Tür sogar kostenlose Führungen mit unserem Betriebsleiter Gerald Dunst, im Rahmen derer alle Arbeitsabläufe gezeigt und erklärt werden. Als Unternehmen, dass sich tagtäglich um die sinnvolle Verwertung und Aufwertung von biogenen Abfällen kümmert, nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber der Natur sehr ernst!

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung einer völlig torffreien Moorbeeterde war die Herstellung eines dauerhaft stabil saueren Komposts. Durch den gezielten Einsatz von Schwefel während der Kompostierung ist es uns gelungen, einen sauren Rohhumus zu kreieren, der als Basis für die Bio Moorbeeterde dient und deren pH-Wert dauerhaft niedrig hält.

Die Bio Moorbeeterde ist ideal für für alle säureliebenden Pflanzen/Moorbeetpflanzen wie Heidelbeeren, Rhododendron oder Azaleen. Sie kann im Topf/Container oder im Freiland eingesetzt werden. Im Freiland sollte das Pflanzloch möglichst groß (mind. 50cm tief) und vollständig mit Bio Moorbeeterde gefüllt sein, damit der pH-Wert stabil bleibt.

Beim Einsatz im Container/Topf bleibt der pH-Wert der Bio Moorbeeterde dauerhaft im sauren Bereich, sofern er nicht durch den Anwender aktiv durch z.B. Kalkung gehoben wird. Beim Einsatz im Freiland ist je nach pH-Wert des anstehenden Bodens auf einen möglichst großzügigen Erdaustausch zu achten. Eine Mulchschicht, z.B. aus Nadelstreu oder Rindenmulch unterstützt das saure Milieu. Zusätzlich wäre eine mechanische Barriere wie z.B. ein Unkrautfließ oder eine Wurzelsperre um das Pflanzloch herum sinnvoll.

Nein die Bio Moorbeeterde ist nicht für fleischfressende Pflanzen geeignet. Diese bevorzugen zwar saure Böden, allerdings ist die Bio Moorbeeterde deutlich zu nährstoffreich für diese Kulturen.


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