Toter Boden VI | Ist der Boden wieder lebendig?!

15.12.21 Gerald Dunst Angelika Ertl

Kann man toten Boden tatsächlich wieder lebendig machen? In unserem 6. Teil unserer Serie "Toter Boden" haben wir die Antwort für euch!

In diesem Video zeigen wir Euch, wie nun der Boden im Glashaus von Angelika Ertl aussieht. Dieser hat sich nämlich so wie erhofft extrem gut entwickelt.

Es gibt zwar immer noch einen Sperrhorizont in 30-40 cm Tiefe, darüber ist der Boden aber in einem optimalen Zustand. Dies erkennt man vor allem an der dunklen Farbe, dem erdig-pelzigen Geruch, der Krümelstruktur und der intensiven Durchwurzelung. Die Wurzeln sind sehr fein und gleichmäßig verteilt - vor allem sind die Wurzelspitzen weiß und sehr aktiv. An den Wurzeln klebt Bodenmaterial - dass bedeutet, dass derzeit auch weiterer Humusaufbau geschieht. Die derzeit stehenden Salatkulturen machen einen leicht überdüngten Eindruck - es wurde relativ viel Kompost (2-3 cm) als Mulchauflage eingesetzt. Meine Empfehlung ist daher, in Zukunft auf diese Kompost-Mulchauflage zu verzichten und stattdessen ein organisches, kohlenstoffreiches Material wie zB. Strohhäcksel, Miscanthus oder ähnliches Material zu verwenden. In den neueren und größeren Glashäusern steht derzeit eine Gründüngung - hier wurde mit dem Bodenaufbau also gerade erst begonnen.

Auch dieser Boden entwickelt sich ausgezeichnet. Auffallend ist hier, dass es keine so extreme Sperrschicht in 40 cm gibt - dieser Boden kann also mit hoher Wahrscheinlichkeit nur durch die Wurzelarbeit aufgelockert werden.

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