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SONNENERDE
Gerald Dunst Kulturerden GmbH

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Güllekohle

Alle Info's zur Güllekohle...

Pflanzenkohle

Allgemein:
Pflanzenkohle ist kein Nährstoff, sondern aufgrund seiner großen Oberfläche ein optimaler Lebensraum für erwünschte (aerobe) Mikroorganismen. Zugeführte Nährstoffe werden zunächst gespeichert und können daher nicht mehr verloren gehen. Die Effizienz der Düngung kann dadurch erheblich gesteigert werden.

Achtung! Eine direkte Anwendung von Pflanzenkohle auf dem Boden kann zu negativen Effekten führen, da sich die Kohle zuerst mit Nährstoffen und Mikrobiologie „aufladen“ muss. Erst wenn die Kohle gesättigt ist, kann sie ihre positive Wirkung entfalten. Daher empfehlen wir nicht die direkte Anwendung, sondern in Verbindung mit einem organischen Dünger.

Bei richtiger Anwendung der Pflanzenkohle, steigen der Humusgehalt und die Bodenfruchtbarkeit rasch an. Dies zeigt sich in einer verbesserten Bodenstruktur (der Boden wird lockerer), einem verbesserten Wasseraufnahmevermögen und einem verbesserten Wasserspeicherungsvermögen. Die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Vor allem in Jahren mit ungünstiger Witterung bleiben das Pflanzenwachstum gesund und die Erträge stabil.

Pflanzenkohle als Kompostzusatz:
Wie wir in eigenen Versuchsserien nachweisen konnten, können durch den Zusatz von 10-20% Pflanzenkohle die Nährstoffverluste während der Kompostierung eindeutig, und zwar um bis zu 50% reduziert werden. Der Geruch während der Kompostierung wird sofort nach der Anwendung (bereits ab einem Zusatz von 5%) deutlich reduziert, bzw. vollständig gebunden. Mit Pflanzenkohle kompostiertes Material riecht immer sehr intensiv nach Walderde. Der fertige Kompost hat bereits im ersten Jahr der Anwendung bei Schwachzehrern wie zum Beispiel Karotten, Zwiebeln, Kräuter, Bohnen oder Erbsen eindeutig wachstumsfördernde Wirkungen. Der mit einem derartigen Kompost behandelte Boden wird von Jahr zu Jahr besser (= „Terra-Preta-Effekt“), ab dem zweiten Jahr nach der Anwendung sind auch bei Starkzehrern positive Auswirkungen auf den Ertrag zu erwarten.

Pflanzenkohle für Bokashi-Herstellung:
Nach eigenen Versuchen können durch den Zusatz von Pflanzenkohle die Stickstoffverluste während der Fermentierung auf „Null“ reduziert werden. Die milchsauren Bakterien reichern sich in der Kohle an und können somit nach der Bokashi-Anwendung längere Zeit wirken. Üblicherweise wird auch hier eine Menge von 10 vol% Pflanzenkohle empfohlen.

Pflanzenkohle für Gülle-Aufbereitung:
Im folgenden Link finden Sie genauere Info's zur CharLine Güllekohle: Link

Pflanzenkohle zur Stallmist-Aufbereitung:
Der Effekt der Geruchs- und Nährstoffbindung kann hervorragend in der Stallwirtschaft genutzt werden. Es geht hier nicht nur um die N-Bindung, sondern vor allem auch um die Verbesserung des Stallklimas. Durch den Einsatz von Pflanzenkohle wird auch die Verrottung des Mistes gefördert, durch die Reduktion der Verluste kann der Humusaufbau im Feld gefördert werden. Perfekt wäre eine Kombination mit Gesteinsmehl, da man damit auch die erforderlichen Spurenelemente und Mineralstoffe zuführt, die für die Entwicklung der Bodenfruchtbarkeit und dem Humusaufbau unbedingt erforderlich sind. Die mikrobiologische Zusammensetzung wird durch die Kombination von Pflanzenkohle und Gesteinsmehl nachweislich positiv beeinflusst.

Qualität der Pflanzenkohle:
Unsere Pflanzenkohle wird regelmäßig gemäß dem EBC (European Biochar Certificate) überprüft und entspricht der Prämium-Qualität, ist gemäß diesen Richtlinien für den biologischen Einsatz geeignet. Derzeit ist Pflanzenkohle aber noch nicht auf der Europäischen Positivliste der erlaubten Bodenhilfsstoffe gelistet und darf daher im Biolandbau nicht eingesetzt werden.

Aufgrund der hohen Qualität haben wir aber eine Einzelgenehmigung nach dem österreichischen Düngemittelgesetz erhalten. Unsere Pflanzenkohle darf daher in der konventionellen Landwirtschaft bedenkenlos eingesetzt werden!

Der wichtigste Parameter ist die Schadstofffreiheit, und hierbei geht es vor allem um die PAKs (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), die während dem Herstellungsprozess gebildet werden und äußerst krebserregend sind. Bei unserem Verfahren (Pyreg) konnte die Bildung dieser PAKs verfahrensbedingt ausgeschlossen werden, da sich die gebildeten PAKs in der Gasphase befinden und dieses Gas sofort nach Entstehung von der Kohle abgesaugt und im FLOX-Brenner rückstandslos verbrannt wird. 

Das aktuelle Zeugnis ist zu finden unter: Hauptmenü / Über uns / Zeugnisse